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Backblaze-Festplattenausfallstatistiken

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Backblaze®, ein Online-Backup-Unternehmen, hat kürzlich eine umfassende Übersicht über verschiedene Consumer-Festplattenmodelle gemäß der internen Nutzung des Unternehmens veröffentlicht. Der Blog schlug sofort Wellen, da Festplattenhersteller normalerweise nur begrenzte Informationen über die Langlebigkeit von Laufwerken veröffentlichen.

„Wir bezweifeln nicht die Genauigkeit der Informationen von Backblaze®, aber wir glauben nicht, dass ihre Zahlen repräsentativ für die Branche als Ganzes sind“, sagte Ben Carmitchel, Präsident von DataRecovery.com. „Wir begrüßen Backblaze® immer noch für ihren unschätzbaren Service und dafür, dass sie diese Informationen teilen, um ihren Benutzern zu helfen, aber ihr Blog war nie als wissenschaftliche Analyse gedacht.“

Laut den Medienexperten von DataRecovery.com könnte die kleine Stichprobengröße von Backblaze® ihre Ergebnisse beeinflussen und widerspricht der internen Analyse von Datarecovery.com, die eine weitaus größere Auswahl an Festplatten untersucht – die alle aufgrund vieler unterschiedlicher Umstände ausgefallen sind. Backblaze® meldete Informationen für mehr als 25.000 einzelne Festplatten, und das beliebteste Modell in ihren Pods war Seagates® ST4000DM000 mit 5.199 Laufwerken.

Einige der Berichte verwendeten jedoch deutlich kleinere Stichprobenumfänge. Backblaze® zeigte Ausfallraten für weniger als 1.000 Festplatten eines anderen Herstellers, und für zwei Festplattenmodelle verwendete Backblaze® weniger als 100 Laufwerke. Dies trug zu einer bemerkenswerten Ausfallrate von 120 Prozent für ein anderes Seagate®-Modell bei (Backblaze® umfasste Garantie-Ersatzlaufwerke in ihrer Anzahl, wodurch die Ausfallrate 100 Prozent übersteigen konnte).

„Festplattenhersteller versenden jeden Tag Millionen von Laufwerken aus vielen verschiedenen Fabriken, und eine Stichprobengröße von weniger als 2.000 oder so führt zu extrem ungenauen Durchschnittswerten“, sagte Carmitchel.

„Selbst für diese größeren Stichproben müsste Backblaze® zeigen, dass die Ausfallraten der Laufwerke repräsentativ sind, und das ist ein großes Problem. Wenn beispielsweise eine große Anzahl der Laufwerke aus derselben Fabrik stammt oder innerhalb kurzer Zeit hergestellt wurde, würde dies die Statistik verzerren. Das Arbeitsumfeld der Laufwerke wird dabei noch nicht einmal berührt.“

Noch wichtiger ist, dass die Experten von DataRecovery.com glauben, dass Festplattenkäufer möglicherweise die falsche Frage stellen. Alle großen Festplattenhersteller haben strenge Standards für akzeptable Ausfallraten, und laut internen Analysen von DataRecovery.com sind bekannte Marken in Bezug auf Langlebigkeit sehr wettbewerbsfähig.

Es gibt viel zu viele Variablen, um vorherzusagen, wann ein bestimmtes Laufwerk ausfällt, und Carmitchel sagt, dass Käufer andere Merkmale wie Suchzeiten, Geräuschpegel und Stromverbrauch berücksichtigen sollten.

„Es ist wichtig, daran zu denken, dass jede Festplatte irgendwann ausfällt, und anstatt zu versuchen, den Ausfall vorherzusagen, sollten Computerbenutzer ihre Daten regelmäßig sichern und geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Belastung ihrer Systeme zu minimieren“, sagte Carmitchel. „Langfristig ist es ein viel besserer Ansatz.“

Aufnahmequelle: datarecovery.com

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